Im Gegensatz zum Yosemite-Nationalpark und dem Grand Canyon wird der Nationalpark Sequoia jährlich nicht von Millionen von Besuchern überschwemmt. Der Park ist schön, mit viel unverdorbener Wildnis, aber nicht so populär. Man erreicht ihn nur mit dem eigenen Auto oder einer geführten Tour, nicht aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Hauptsehenswürdigkeit des Sequoia-Nationalparks sind zweifellos die verschiedenen Gruppen von Mammutbäumen, durch die viele kurze Fußwege führen. Die größten Giganten findet man im Giant Forest, in dem auch der größte Sequoia überhaupt, der General Sherman Tree steht (absolut sehenswert!).
Weitere bekannte Sehenswürdigkeiten sind:
- der 2050 m hohe Moro Rock, ein domförmiger Granitmonolith, der über eine steile, in den Fels gemeißelte Treppe erklommen werden kann. Vom höchsten Punkt aus erhält man einen Rundblick über den Wald, die Täler und auf die Hochgebirgskette im Osten.
- die Crystal Cave, eine Tropfsteinhöhle, durch die verschiedene Touren angeboten werden (ca. 2 Stunden und ca. 15,- $ extra einplanen).
Aufgrund seiner Vielfältigkeit bietet der Nationalpark eine große Anzahl möglicher Aktivitäten. Sie reichen von Wandern und Bergsteigen über Fischen bis zu Tierbeobachtungen und Reiten. Die Wanderwege reichen von kurzen Spaziergängen bis hin zu Mehrtageswanderungen. Im Giant Forest sowie in der Grant und der Cedar Grove sind viele kurze Spazierwege und einige Lehrpfade angelegt. Sie führen zu den größten und spektakulärsten Mammutbäumen, zu sehenswerten Baumgruppierungen, zu Waldlichtungen, Bächen und Aussichtspunkten. Beliebt sind auch Wanderungen in entlegene Gegenden des Hinterlandes, insbesondere von der Cedar Grove aus. Die Wanderwege führen entlang von Flussläufen, zu kleinen Bergseen, auf Bergrücken und Berggipfel der im Osten sich hinziehenden Hochgebirgskette. Berühmt ist der mehrere 100 km lange John Muir Trail, der den Park in nordsüdlicher Richtung durchquert und zum Yosemite-Nationalpark führt. Weitere bekannte Wanderwege sind der Pacific Crest Trail und der High Sierra Trail. Insgesamt stehen den Besuchern etwa 2000 km markierte Wanderwege zur Verfügung.
Hotels, Restaurants und kleine Lebensmittelgeschäfte befinden sich in den Park Villages von Giant Forest, Stony Creek, Grant Grove und Cedar Grove. Die großen Campingplätze sind der Sunset-, der Dorst- und der Lodgepole-Campingplatz. Zu den mittelgroßen Plätzen gehören der Azalea, der Moraine und der Sheep Creek-Campingplatz. Dazu kommen ein halbes Dutzend kleinere und zum Teil komfortlose Camping- und Zeltplätze. Die Hauptsaison in den beiden Parks dauert ungefähr von Anfang Juni bis Ende September. Zum Großandrang kommt es im Juli und August.
Informationen zur Geschichte des Parks, zur Flora und Fauna, zur Geologie, zu individuellen oder geführten Wanderungen und zu weiteren Aktivitätsmöglichkeiten sind in verschiedenen Besucherzentren (Visitor Centers) im Park erhältlich. Das Besucherzentrum des Sequoia-Nationalparks befindet sich in Lodgepole. Es zeigt auch kleine Ausstellungen. Zudem werden in regelmäßigen Abständen Tonbildschauen und Kurzfilme vorgeführt.
Inzwischen werden einige der errichteten Sehenswürdigkeiten der Parks nicht weiter instand gehalten. Der oben bereits erwähnte Tunnel Log existiert nach wie vor, der nur wenige Meter daneben liegende Stamm eines Riesenbaumes, auf den man mit dem Auto fahren konnte, ist inzwischen für den Publikumsverkehr gesperrt. Außerdem wurden von 1990 bis 2000 große Teile der historischen Holzhäuser des Giant Forest Lodge Historic District abgerissen, weil sie zu nah an den Bäumen des Giant Forest standen. Die Bauten selbst und die Besucher, die sie mieten konnten, schädigten die Wurzeln der Riesenmammutbäume, die als extreme Flachwurzler besonders empfindlich sind. Der Abriss war lange umstritten, weil die Häuser seit 1978 im National Register of Historic Places eingetragen waren und unter Denkmalschutz standen.
Wenn man mehr als 1 Tag Zeit hat, läßt sich natürlich noch wesentlich mehr erkunden, -laufen, -klettern. Aber 1 Tag für einen guten Überblick über den phantastischen NP sind schon nicht schlecht! Wenn man von Süden anreist schläft man sehr gut und günstig in Visalia im Lamp Liter Inn. Von dort ist es nur 1 Stunde zum Park und dafür nur halb so teuer wie in z.B. Three Rivers direkt am Park. Wir haben € 50,- gezahlt, gebucht über expedia. (Quelle u.a. wikipedia.de)
Viel Spass!





